Steht der Euro am Abgrund der (Welt)-Wirtschaft?

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Die aktuelle wirtschaftliche Lage versetzt nicht nur wie schon so oft gesagt die USA mit den mittlerweile steigenden Zinsen unter Druck, sondern auch die Länder der Eurozone. Aktuell ist Italien das wirtschaftlich „ungewisse“ Thema der Medien, doch ich vermute es wird nicht das letzte Krisen-Szenario im Kontext Schulden sein, was die Eurozone vor Herausforderungen stellt.

Betrachten wir einfach mal das größere Bild, dann sehen wir, dass die Verschuldung des Landes sich in den letzten Jahren gegenüber dem GDP, stetig erhöht hat.

Dies hat zur Folge, dass auch mit steigenden Zinsen die vorhandenen Schulden sich vermehren. In den USA wird beispielsweise mit variablen, zum Monatsende festgestellten Kreditzinsen hantiert, was somit auch starken Einfluss auf die steigenden Kredit-Zinszahlungen bei geringerer Kredit-Tilgung nimmt.

Diese Zinsentwicklungen treffen nicht nur einzelne Länder, sondern kann ich anhand der steigenden Verschuldung auch an Länder wie Portugal und Spanien sowie Griechenland zurückorientieren – also eher die schwächer verdienenden Länden in der EU im Vergleich zu Deutschland. Dieser Kreislauf hatte früher, also vor EU-Historie, nicht einen derart unendlichen Geschmack, da jedes Land mit seiner Währung arbeiten konnte und diese Beispielweise inflationär durch Zentralbanken beeinflussen konnte.

Wie soll nun eine sogenannte Rettung von Italien aussehen? Transferzahlungen der EU-Partner an das Land zur Stabilisierung unter Voraussetzung des Erlasses neuer Gesetzte und Steuerquellen? Ein Schuldenschnitt? Dieser ist m.E, kein Szenario, denn wer von Ihnen verschenkt schon Geld und das auf Staatsebene! Viele bekannte Ökonomen haben berechtigte Zweifel an der Einheitswährung, was nun nicht mehr von der Hand zuweisen ist. Der Ausgang ist ungewiss, daher betrachten viele institutionelle Marktteilnehmer Ihre Depots anhand des Risikos und aktualisieren entsprechende Bewertungen.

Ich habe die Erwartung das wir in eine Distributionsphase einlaufen und große Investoren sowie Institutionelle auf Zinspapiere umschichten, weshalb auch in kommender Zeit mit Abgaben an den Märkten zu erwarten wäre. Dies zeigt schon der steile Abgang des Deutschen Aktienindexes in den letzten Tagen, was diese Theorie bestätigen könnte.

Weitere Interessante Artikel zu diesem Thema unter dem Titel „Credit-Driven Train Crash“ von John Mauldin, sind folgend verlinkt.

https://www.mauldineconomics.com/frontlinethoughts/credit-driven-train-crash-part-1

https://www.mauldineconomics.com/frontlinethoughts/train-crash-preview

https://www.mauldineconomics.com/frontlinethoughts/high-yield-train-wreck

 

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