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Der unbegangene Weg – R. Frost

Jeder Mensch kommt in seinem privaten oder beruflichen Umfeld in Situationen, die Voraussicht und Fingerspitzengefühl benötigen. In diesen Situationen werden Fragen gestellt die ein „Warum“, „Was wenn“ oder „Wieso“ beinhalten und das meist unter Beachtung der kritischen Aspekte und Gesichtspunkten. Diese Fragen führen meist auf den meist begangenen Pfad der kritischen Betrachtung ohne weitere Beachtung von Möglichkeiten. Stellen Sie sich und anderen die richtigen Fragen in dieser Situation, schaltet sich ein Lerneffekt hinzu welcher neue Fragen generiert, Sie und andere mental und emotional motiviert und neue Möglichkeiten eröffnet. Robert Frost fasste dies in ein Gedicht mit dem Titel „Der unbegangene Weg“, welches ich Ihnen ans Herz legen möchte.

In einem gelben Wald, da lief die Straße auseinander,
und ich, betrübt, daß ich, ein Wandrer bleibend, nicht
die beiden Wege gehen konnte, stand
und sah dem einen nach so weit es ging:
bis dorthin, wo er sich im Unterholz verlor.

Und schlug den andern ein, nicht minder schön als jener,
und schritt damit auf dem vielleicht, der höher galt,
denn er war grasig und er wollt begangen sein,
obgleich, was dies betraf, die dort zu gehen pflegten,
sie beide, den und jenen, gleich begangen hatten.

Und beide lagen sie an jenem Morgen gleicherweise
voll Laubes, das kein Schritt noch schwarzgetreten hatte.
Oh, für ein andermal hob ich mir jenen ersten auf!
Doch wissend, wie’s mit Wegen ist, wie Weg zu Weg führt,
erschien mir zweifelhaft, daß ich je wiederkommen würde.

Dies alles sage ich, mit einem Ach darin, dereinst
und irgendwo nach Jahr und Jahr und Jahr:
Im Wald, da war ein Weg, der Weg lief auseinander,
und ich – ich schlug den einen ein, den weniger begangnen,
und dieses war der ganze Unterschied.

 

(Eine angelehnte, deutsche Übersetzung aus dem Original von Robert Frost)